Nordic Walking im August: die richtigen Zeiten und wie man die Hitze meistert

4 Min. Lesezeit von Amministratore

Die Augusthitze ist kein Grund aufzuhören. Was sich ändert, sind die Uhrzeit, die Trinkmenge und das Tempo. So bleibt Nordic Walking auch in den heißesten Wochen möglich, ohne darunter zu leiden.

Im August hören viele mit dem Nordic Walking auf, weil sie denken, die Hitze mache es unmöglich. Das stimmt nicht: Es ändert sich nur, wann man losgeht, wie viel man trinkt und in welchem Tempo man geht. Die Ausfahrten meiner Gruppen enden im Sommer nicht, sie verschieben nur die Uhrzeit.

Warum die Hitze mehr wiegt als die Anstrengung

Nordic Walking beansprucht auch den Oberkörper, nicht nur die Beine: Arme, Schultern und Rücken arbeiten bei jedem Schub mit. Im Sommer bedeutet das, mehr Wärme im Körper zu erzeugen, nicht nur von außen zu erhalten. Das Problem ist nicht die Hitze an sich, sondern die Summe aus erzeugter und äußerer Hitze zur falschen Tageszeit.

Die zwei richtigen Zeiten im August

Früh, solange die Sonne noch tief steht

Die besten Ausfahrten beginnen, solange die Sonne noch tief steht: niedrigere Temperatur, flaches Licht und ein guter Puffer, bevor die Luft schwer wird. Das ist die Zeit, die ich für Gruppen in diesem Zeitraum bevorzuge.

Später Nachmittag, wenn die Schatten länger werden

Das zweite nutzbare Fenster liegt kurz vor Sonnenuntergang, wenn der Boden aufgehört hat, Wärme zu speichern, und der Schatten von Bäumen und Dämmen wieder hilft. Passt gut für alle, die es nicht früh schaffen.

Dazwischen, etwa zwischen elf und sechzehn Uhr, sollte man die Ausfahrt lieber auslassen: In dieser Zeit wiegt die Hitze am schwersten für alle, die zügig gehen.

Flüssigkeit und Tempo: was sich wirklich ändert

  • Trinken, bevor man durstig ist. Im Sommer kommt der Durst später als der tatsächliche Bedarf: Besser in kleinen Mengen regelmäßig trinken, statt zu warten.
  • Das Tempo leicht senken. Die Technik bleibt gleich, aber der Schritt darf etwas kürzer und die Pausen etwas häufiger sein.
  • Die Einheit verkürzen, nicht ausfallen lassen. Dreißig Minuten zur richtigen Zeit sind mehr wert als eine Stunde zur falschen.
Ausfahrt am MorgenAusfahrt am Abend
Gefühlte TemperaturNiedriger, ruhige LuftSinkend, oft mit leichtem Wind
LichtFlach, ideal für die TechnikWarm, weniger geeignet, um Details der Bewegung zu sehen
Andrang auf den WegenGeringMäßig, besonders nahe Ortschaften
MitzubringenWasser, leichte KappeWasser, eine leichte Jacke für den Rückweg
Ein praktischer Tipp

Wer weder früh noch abends losgehen kann, verlegt die Einheit nach drinnen, auf ein geneigtes Laufband, ohne Stöcke: Das ist kein Nordic Walking, hält aber die Kondition. Für die echte Technik lohnt es sich, auf die richtige Uhrzeit zu warten. In den Nordic-Walking-Kursen in Südtirol und im Po-Delta knüpfen wir am Spätsommer immer genau dort wieder an.

Was sich im Sommer im Rucksack ändert

  • Atmungsaktive Kleidung statt Wintertechnik: Stoff und Belüftung zählen mehr als gespeicherte Wärme.
  • Kappe und Sonnenbrille, vor allem in der Morgendämmerung, wenn die Sonne tief steht und direkt blendet.
  • Mehr Wasser als sonst, auch bei kurzen Einheiten.
  • Leichte Stöcke: Im Sommer spürt man das Gewicht in der Hand nach einer langen Einheit stärker.

Drei Fehler, die man im August vermeiden sollte

  1. Mittags losgehen, "weil es ja nur eine halbe Stunde ist". Auch kurze Einheiten fordern in den heißen Stunden mehr als erwartet.
  2. Erst am Ende der Einheit trinken. Schon dehydriert zu starten ist die häufigste Ursache für Leistungseinbrüche in der Mitte der Strecke.
  3. Das Wintertempo beibehalten. Die Technik ändert sich nicht, aber denselben Schritt bei deutlich höheren Temperaturen zu erwarten, ist der sichere Weg, nach wenigen Tagen aufzugeben.

Häufige Fragen

Kann man auch im August Nordic Walking machen?

Ja, mit anderer Uhrzeit. Die besten Einheiten liegen bei Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang; in der Tagesmitte lässt man die Ausfahrt besser aus oder verlegt sie nach drinnen.

Wie viel mehr Wasser braucht man im Sommer?

Es gibt keine für alle gültige Zahl, aber die praktische Regel lautet: kleine Mengen in regelmäßigen Abständen trinken, bevor der Durst kommt, und immer mehr mitnehmen, als nötig scheint.

Ändert die Hitze die Nordic-Walking-Technik?

Nein, die fünf Punkte der Technik bleiben gleich. Es ändern sich das Tempo, das etwas langsamer sein darf, und die Häufigkeit der Pausen.

Wer die Grundlagen vor dem Wiedereinstieg nach der Sommerpause auffrischen möchte, findet sie unter Nordic Walking: die richtige Technik in 5 Punkten.

Ich biete Nordic Walking auch entlang der Talboden-Wege im Villnösstal an, wo die Bergkühle gerade in den heißesten Wochen hilft.

Für die nächsten Spätsommer-Ausfahrten: die Kurstermine ansehen und gemeinsam eine passende Einheit organisieren.

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