Verbandsgeprüfter Nordic-Walking-Trainer

Nordic-Walking-Kurse in Bozen und im Polesine

Du lernst eine Gehtechnik, die Arme, Schultern und Atmung einbezieht — ausgehend von dem Schritt, den du schon beherrschst. Vier Einheiten in kleinen Gruppen, Stöcke ab der ersten Stunde inklusive.

Stunde buchen Wie der Kurs abläuft

90 Minuten

Dauer der Einheit

4 Einheiten

Grundkurs

Anfänger

Voraussetzung

Ganzjährig

Zeitraum

Nordic Walking ist nicht einfach Gehen mit zwei Stöcken in der Hand. Es ist eine präzise Bewegung, bei der der Stock hinter dem Körper aufgesetzt wird und zum Antrieb wird: Die Beine arbeiten nicht mehr allein, bei jedem Schritt kommen Schultern, Rücken und Rumpf ins Spiel. Richtig gelernt, läuft es automatisch ab und du denkst nicht mehr darüber nach. Falsch gelernt, bleibt es ein anstrengender Spaziergang mit zwei nutzlosen Gewichten an den Händen.

Was Nordic Walking konkret ist

Es entstand in Finnland als Sommertraining für Langläufer und wurde in den Neunzigerjahren zu einer eigenständigen Sportart. Der Unterschied zum normalen Gehen liegt ganz im Oberkörper: Der Arm schwingt nicht passiv, er drückt. Der Stock setzt auf Höhe des hinteren Fußes auf, nach hinten geneigt, und die Hand lässt ihn am Ende des Schubs los — gehalten nur von der Handschuhschlaufe.

Daher stammen die beiden Aussagen, die man immer wieder hört: dass es einen Großteil der Körpermuskulatur beansprucht und die Beingelenke weniger belastet als Laufen. Beides stimmt — aber nur bei korrekter Technik. Bei falscher Bewegung verteilt sich die Last überhaupt nicht, und man umklammert zusätzlich die ganze Einheit über den Griff, sodass man mit verspannten Schultern und Unterarmen nach Hause kommt.

Die drei häufigsten Fehler

  • Der Stock vor dem Körper. Er wird zur Stütze statt zum Antrieb: Er bremst, statt zu helfen.
  • Der blockierte Ellbogen. Der Arm bleibt steif, die Bewegung kommt aus der Schulter und landet im Nacken.
  • Die Hand, die sich nicht öffnet. Am Ende des Schubs muss die Hand den Griff loslassen: Wer dauernd festhält, ist nach zehn Minuten müde.

Wie der Kurs abläuft

Der Grundkurs besteht aus vier Einheiten à neunzig Minuten, in kleinen Gruppen. Vier ist keine Verkaufszahl: So lange dauert es, bis sich die Bewegung festigt. In der ersten Einheit machen es fast alle richtig, solange sie sich dabei zusehen; in der dritten geht es ohne Hinsehen; in der vierten klappt es auch im Gespräch mit dem Nebenmann. Das ist der Punkt, an dem die Technik dir gehört.

  1. 1

    Der Schritt, ohne Stöcke

    Wir beginnen mit freien Händen: Fußabrollen, Schrittlänge, natürliches Armpendeln. Ist der Schritt nicht sauber, verstärken die Stöcke den Fehler, statt ihn zu korrigieren.

  2. 2

    Der Schub und die Schlaufe

    Die Stöcke kommen zunächst nur schleifend dazu, ohne Schub, bis der Arm seinen Rhythmus wiederfindet. Dann folgen das Aufsetzen hinter dem Fuß und das Öffnen der Hand.

  3. 3

    Rhythmus und Atmung

    Der Schritt wird länger und wir arbeiten an der Atmung: zwei Schritte einatmen, zwei ausatmen. Ab hier gibt die Bewegung mehr zurück, als sie kostet.

  4. 4

    Anstieg, Abstieg und wechselndes Gelände

    Wir nehmen die Technik von der flachen Wiese mit: bergauf wird der Schub kürzer, bergab wird der Stock wieder zur Stütze. Hier trifft Nordic Walking auf das Wandern.

Für wen es geeignet ist

Du musst nicht durchtrainiert sein. Du musst eine halbe Stunde gehen können, ohne außer Atem zu geraten — diese Hürde nehmen fast alle. In meinen Gruppen treffe ich immer wieder drei Typen: Menschen, die eine regelmäßige Ganzjahresaktivität ohne Fitnessstudio suchen; Wanderer, die Anstiege mit weniger Belastung für die Knie bewältigen wollen; und Leute, die sich selbst Stöcke gekauft haben und nach einem halben Jahr den Verdacht hegen, sie falsch zu benutzen.

Wenn du gesundheitliche Besonderheiten hast oder in einer Rehaphase bist, sprich vorher mit deinem Arzt: Ich unterrichte die Technik, ich ersetze keine ärztliche Beratung. Davon abgesehen passen wir das Tempo an — und in einer Sechsergruppe geht das wirklich.

Was du zur ersten Stunde mitbringst

  • Niedrige Wanderschuhe oder Laufschuhe mit nicht zu stark gedämpfter Sohle
  • Kleidung im Zwiebellook: Man startet kühl und wird schnell warm
  • Wasser, ein halber Liter reicht für neunzig Minuten
  • Stöcke nicht: Die bringe ich mit, und wir probieren verschiedene Längen aus

Wie du Stöcke auswählst (danach, nicht vorher)

Die Frage kommt immer in der zweiten Einheit, und das ist der richtige Moment: Vorher würde man aufs Geratewohl wählen. Drei Dinge zählen wirklich. Die Länge, die sich aus deiner Körpergröße mal 0,66 ergibt, gerundet auf das nächstliegende Modell. Die Schlaufe, die eine abnehmbare Handschuhschlaufe sein muss, keine Schlinge: Sie ermöglicht das Öffnen der Hand am Ende des Schubs. Und das Material: Je mehr Carbon, desto weniger Vibrationen erreichen den Ellbogen — unter 40 % rechtfertigt der Unterschied zu gutem Aluminium den Aufpreis aber nicht.

Dreiteilige Teleskopstöcke wirken clever, weil sie in den Rucksack passen. Fürs Nordic Walking sind sie der schlechteste Kompromiss: Sie biegen sich beim Schub und die Verbindungen lockern sich. Wenn du überwiegend im Flachen unterwegs bist, nimm einen einteiligen Stock in deiner Größe.

Wo wir unterwegs sind

Ich arbeite in zwei Gebieten. In Südtirol, im Bozner Talkessel, wo Talwege und Höhenpromenaden gleichmäßigen Untergrund und dosierbare Anstiege bieten: das richtige Terrain, um die Technik bergauf zu bringen. Und im Polesine, zwischen Rosolina und dem Po-Delta, wo die Dämme kilometerlange, kreuzungsfreie Ebene bieten — ideal für den langen Rhythmus — in einer Landschaft, die sich mit jeder Jahreszeit verändert.

Wenn ihr bereits eine feste Gruppe, ein Verein oder ein Unternehmen seid, komme ich auch außerhalb dieser beiden Gebiete. Schreib mir, wo ihr seid, und wir finden eine Lösung.

Häufige Fragen

Muss ich fit sein, um mit Nordic Walking anzufangen?

Nein. Nordic Walking ist von Haus aus gelenkschonend, und der erste Kurs beginnt beim natürlichen Schritt: Wenn du eine halbe Stunde gehen kannst, ohne außer Atem zu geraten, kannst du anfangen. Das Tempo bestimmt die Gruppe, nicht der Kalender.

Muss ich vor dem Kurs Stöcke kaufen?

Nein, zur ersten Stunde bringe ich die Stöcke mit. Sie vorher zu kaufen ist der schnellste Weg zur falschen Länge und zum falschen Schlaufensystem: Nach zwei Einheiten weißt du, was zu dir passt, und kannst gezielt auswählen.

Wie lange dauert eine Einheit und wie viele brauche ich?

Eine Einheit dauert etwa 90 Minuten. Der Grundkurs umfasst vier Einheiten: So lange dauert es, bis die Bewegung automatisch abläuft und keine Aufmerksamkeit mehr braucht. Wer schon Übung hat, kann eine einzelne Korrektureinheit buchen.

Was ist der Unterschied zwischen Nordic Walking und Gehen mit Trekkingstöcken?

Trekkingstöcke sind eine Stütze und entlasten im Abstieg die Knie. Beim Nordic Walking ist der Stock ein Antrieb: Er wird hinter dem Körper aufgesetzt und aus der Schulter geführt. Die Bewegung ändert sich, die beteiligte Muskulatur ändert sich, und auch das Gerät ändert sich — es hat eine Handschuhschlaufe.

Wo finden die Kurse statt?

In Südtirol, im Raum Bozen, und im Polesine zwischen Rosolina und dem Po-Delta. Für bereits bestehende Gruppen komme ich auch anderswohin: Schreib mir, wo ihr seid.

Findet es auch im Winter statt?

Ja. Nordic Walking ist eine Ganzjahresaktivität: Im Winter werden die Pausen kürzer und das Aufwärmen länger, aber das flache Gelände im Polesine und die tiefer gelegenen Wege Südtirols bleiben gut begehbar.

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